Stolperstein e. V. - Verein für barrierefreies Denken und Handeln - Hildesheim
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Achtung Stolpersteine...

Glauben Sie, dass Sie das nichts angeht oder Sie nicht betrifft?

Dann beantworten Sie sich einmal die folgenden Fragen selbst!

Haben Sie Ihre Wohnung schon mal an Gehstützen aus einer ganz anderen Perspektive kennen gelernt?

Oder haben Sie sich über zu hohe Stufen in Bus und Bahn geärgert, die Sie nur schwer bewältigen können, besonders wenn Sie viel Gepäck, das Fahrrad oder einen Kinderwagen dabei haben?

Vielleicht waren Sie aber auch schon einmal auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen?

Oder haben Sie sich einmal überlegt, wie man eigentlich sicher über eine Straße kommt, wenn man den Verkehr nicht (mehr) mit den Augen wahrnimmt?

Können Sie in Ihrem jetzigen Wohnumfeld auch im Alter noch wohnen oder müssen Sie Nachbarn, nahe Freunde und die gewohnte Umgebung verlassen, nur weil Sie einige Stolpersteine nicht mehr alleine aus dem Weg räumen können?

Sie sehen, es kann JEDEN betreffen, egal aus welcher Altersgruppe, welchen Geschlechts oder welcher Berufsgruppe!

 

Barrierefreies Bauen

Auf die größten Probleme stoßen wir in unserer gebauten Umwelt. Hier werden wir auf vielfältige Weise behindert. Die meisten Stolpersteine sind jedoch völlig unnötig und hätten mit einfachen Mitteln von vornherein vermieden werden können.
Das Wichtigste beim barrierefreien Bauen ist, von Anfang an daran zu denken, denn teuer wird es besonders bei späterem Um- und Rückbau. Vermeiden Sie also unnötige Kosten und Diskriminierung.
Das größte Einsparpotential liegt hier in einer vernünftigen barrierefreien Planung und Konzeption durch Fachleute. Fragen Sie Ihren Architekten/In, ob er/sie fachkundig ist, lassen Sie sich vor allem nicht von bloßen Zitaten der DIN - Normen beeindrucken, entscheidend sind Erfahrung und unkonventionelle Problemlösungen.
Sie brauchen weitere Argumente für barrierefreies Bauen?

  • Als wichtigen Aspekt zur Gleichberechtigung aller Menschen.
  • Als Grundstein für einen beschwerdefreieren Alltag aller Menschen.
  • Damit niemand durch Unfall, Probleme im Alter oder Behinderung gezwungen wird, seine Wohnung aufzugeben und sein gewohntes Umfeld zu verlassen.

     

Problemzonen gibt es in fast jedem Gebäude:

  • Türen, durch die kein Kinderwagen passt.
  • Schwellen, an denen man mit Gehstützen hängen bleibt.
  • Schmale Flure, in denen man sich nicht begegnen kann.
  • Bäder, die man nicht mit zwei Personen gleichzeitig nutzen kann.
  • zu hohe Türklingeln, die Ihr Kind nicht bedienen kann, uvm.
  • Aufzüge, die nur über Treppen zu erreichen sind !

Für die meisten Probleme gibt es einfache Lösungen:

  • Niedrige Fensterbrüstungen.
  • Fenstergriffe in geringerer Höhe.
  • Türen ohne Schwelle und mit Durchgangsbreiten von 90cm.
  • Zonierungen durch Materialwechsel, nicht durch Höhenversätze.
  • Einen Bewegungskreis von 1,20m in jedem Raum, uvm.
  • Noch mal: teuer sind Nachrüstung und Umbau und nicht das barrierefreie Bauen!

Ein wichtiger Schritt:
Als Richtlinien für das barrierefreie Bauen gelten die Teile der DIN 18024 und der DIN 18025. Diese sollten beachtet werden und, wie in einigen Bundesländern schon geschehen, in die Landesbauordnungen integriert werden. Planer und Bauherren kämen dann nicht mehr leichtfertig am barrierefreien Bauen vorbei. Doch wie oben schon erwähnt, sind Normen nicht das ultimative Maß der Dinge und häufig kann man mit unkonventionellen Lösungen günstig Erfolge erzielen.

 

Stolperstein e.V. | Ulf Sander | Klappenweg 12 | 31188 Holle | Telefon: 05062/963296 | E-Mail: info@stolperstein-verein.de