Stolperstein e. V. - Verein für barrierefreies Denken und Handeln - Hildesheim
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Ein Führer gibt Aufschluss über die Erreichbarkeit

Barrierefreie Arztpraxen

Ulf Samder (rechts) und Jörg Petzold zeigen, wie man sich anhand der neuen Broschüre orientieren kann

 

Foto: Ferge-Grimm




HILDESHEIM. Vor rund drei Jahren wurde die erste Auflage „Barrierefreies Hildesheim – Arztpraxen“ auf den Markt gebracht. schnell waren die 500 Exemplare vergriffen. Jetzt stellten Jörg Petzoldt und Ulf Sander vom Verein Stolperstein die zweite Auflage vor. Die neue Fassung ist komplett überarbeitet, liegt in den Hildesheimer Ärztehäusern, in vielen Arztpraxen und in manchen Apotheken aus. 1000 Stück wurden gedruckt. Die ersten Erhebungen für den Führer durch Hildesheims Arztpraxen sind gemeinsam mit Studenten des Fachbereichs Soziale Arbeit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) gemacht worden. Sie haben während eines Semesterseminars die bereits abgelieferten Selbsteinschätzungen der Praxen nachgefragt. Denn mehr als die Hälfte der Arztpraxen hatte angegeben, vollständig barrierefrei oder mit Hilfe barrierefrei zugänglich zu sein. Das war schon überraschend, denn bundesweit galten bis dahin nur zehn Prozent barrierefrei. Auch der Vorsitzende des Vereins Stolperstein Ulf Sander, selbst Rollstuhlfahrer, mochte den Angaben nicht trauen, waren doch seine eigenen Erfahrungen völlig andere. Iim Teil zwei des Semesterseminars überprüften die Studenten anschließend die zusammengetragenen Daten persönlich. die Ergebnisse wurden in der 1. Broschüre veröffentlicht. Gut 40 Praxen waren vertreten. Für die neue Auflage mussten die alten Daten aktualisiert werden. Beide Ärztehäuser in Hildesheim hatte es beispielsweise 2008 noch nicht gegeben. Insgesamt, so sagt Ulf Sander, seien jetzt gut 60 Arztpraxen aufgeführt. Piktogramme geben Aufschluss über die einzelnen Kriterien zur Barrierefreiheit.

Diesmal sind die Praxen auch nach Fachgebieten übersichtlich sortiert, in der Vorgängerausgabe waren sie nur alphabetisch aufgelistet. Im Mittelteil des Heftes gibt eine übersichtliche Stadtkarte Auskunft über die Standorte der aufgeführten Praxen. „insgesamt ist die Datenerhebung ein großer Aufwand für eine kleine Zielgruppe“, sagt Jörg Petzoldt, der mit anderen ehrenamtlichen viel zum Gelingen beigetragen hat. Und doch: „die Erreichbarkeit durch einen barrierefreien Zugang und eine barrierefreie Ausgestaltung von Arztpraxen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“, heißt es im Vorwort des neuen kleinen handbuchs. Wer an den kompletten Messergebnissen interessiert ist, kann sie im Internet unter www.stolperstein-verein.de einsehen. sf

 

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